
Bevor der erste Bissen den Mund erreicht, sendet dein Gehirn Signale an Speicheldrüsen, Magen und Bauchspeicheldrüse. Ein kurzer Stopp für drei bis fünf beruhigende Atemzüge und Dankbarkeit verstärkt diese Signale. Du kaust gründlicher, schmeckst feiner, startest die Verdauung pünktlich und vermeidest hastige Überportionen, weil dein Körper früher meldet, was genügt.

Längeres Ausatmen verlängert den Parasympathikus-Tonus und wirkt wie ein weicher Dimmer für Stress. Wenn du vor dem Essen vier bis acht Sekunden ausatmest, sinkt die innere Alarmbereitschaft. Wärmere Hände, entspannter Bauch und eine ruhigere Herzrate signalisieren: Jetzt darf der Körper aufnehmen, sortieren, verwerten – ohne Hektik und Druck.

Dankbarkeit fokussiert Aufmerksamkeit auf Fülle statt Mangel, wodurch Stresshormone sinken und Impulsessen nachlässt. Kombiniert mit ruhiger Atmung registrierst du feine Körperhinweise früher. Plötzlich reicht eine kleinere Portion, du genießt langsamer, und Heißhungerwellen verlieren an Kraft, weil Stabilität und Präsenz dein inneres Steuer übernehmen.